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Plug&Play (Balkonanlagen) und Optimierer

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Im Beitrag habe ich bereits geschildert wann Optimierer grundsätzlich Sinn machen: Hier 2 Ertragsdiagramme aus der Praxis - im Sommer - die zeigen, wie lange die Leistung bis 600W fehlt und was an zusätzlichem Ertrag bis zu dieser Grenze maximal zu erwarten ist, wenn man zB 2+2 Module Ost-West aufstellt. In den beiden Fällen sind das ca. 1 kWh am Tag mehr und das nur bei gutem Wetter und nicht im Winter. Optimistisch gerechnet pro Jahre um die 100kWh im Wert von 25,-...  Da stellt sich die Frage ob das finanziell lohnt oder ob nicht zB. ein weiters Modul auch eine Möglichkeit ist, welches bei schlechtem Wetter dazu beiträgt die 600W zu erreichen.

Ertrag von Plug&Play bzw. Photovoltaikanlagen

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Eine  600 Wp  Plug&Play - Balkonkraftwerk - Photovoltaikanlage mit 600W Modulleistung erzeugt  600 kWh (Kilowattstunden / Energie) pro Jahr. Der Verbrauch eines  durchschnittlichen Haushalts beträgt ca. 4'000 kWh pro Jahr, bei einer  elektrische Grundlast von meist ca. 200-500  Watt  (Leistung). Die Pi mal Daumenregel einer Ertragsberechnung ist Modulleistung in W = kWh im Jahr.  Natürlich kommt das auf den genauen Ort, die Art der Aufstellung und das Wetter an. In der Schweiz ist der Ertrag an guten Lagen leicht 10% höher, in Norddeutschland 10% tiefer. Ost und Westausrichtungen haben ca. 15% weniger Ertrag usw... Da PV-Anlagen die meiste Zeit im Jahr weit weniger als die maximale Leistung erzeugen (unter 10% bei Wolken, 50% bei einem Winkel von 45 Grad zur Sonne, etc.) ist es fast immer sinnvoll viel mehr Module zu installieren. Selbst bei abgeregelten Anlagen, die 600W nicht überschreiten dürfen. Denn der Minderertrag bei doppelter Modulleistung beträgt nur ca. 15%, der zude

Feste (Dach) - Absicherung

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Sicherheitsmassnahmen bei Montage und danach sind heute zutage Vorschrift und werden durch Normen genauestens fixiert. Nun ist es aber natürlich wie immer wenn man genauer hinsieht in der Praxis nicht ganz so einfach. Jedenfalls dann nicht, wenn man vor allem bei kleineren Anlagen für die Montageabsicherung nicht mehr ausgeben will, als die Anlage kostet. Oder wenn man die Absicherung auf dem Dach durch diverse Anschlagpunkte fachgerecht haben möchte. Seid einiger Zeit gibt es nun Vorschriften, die sehr teure Sicherheitsmassnahmen erzwingen, sobald fremde Menschen oder Angestellte sich auf einem Dach bewegen. Anschlagpunkte oder spezielle Dachhaken oder gar Schienen um ein Seil ein zu haken sind heute Standard. Es gibt einige Hersteller, die beim Aufbau eine Zertifizierung verlangen und danach eine jährliche Kontrolle. Das halte ich für praxisfern - wie so oft wenn Bürokraten sich etwas ausdenken. Warum? Weil die Kosten dann extrem steigen. Wir reden da schnell von 3000-4000 CHF und je

Anlagengrösse vernünftig planen

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Neben dem Unsinn (heute, früher war das richtig) den maximalen Ertrag durch Ausrichtung etc. zu optimieren, obwohl der Eigenverbrauch bei Sonne durch wenige Module gedeckt ist und bei schlechtem Wetter nicht... ( Optimaler Ertrag Ausrichtung und alte Zöpfe ), gibt es eine ähnliche Problematik: Die Planung der Anlage(ngrösse) Man sollte Dinge berücksichtigen, die offensichtlich meist völlig vernachlässigt werden. Unverständlicherweise.  1. Man baut nicht eine kleine Anlage in die Mitte des Daches damit man nie oder nur mit grossem Aufwand erweitern kann. (Wie man das bei Warmwasser praktisch immer sieht!) 2. Wenn man ev. vor hat, die Anlage zu erweitern (Kauf eines E-Fahrzeugs, Heizungstausch etc.) sollte man überlegen, Sicherungen und Leitungen oder sogar den Wechselrichter gleich so auszulegen, dass diese Arbeiten bei einer Erweiterung nicht mehr nötig sind. Das spart bis zu mehreren tausend! 3. Auch geringe Vergütungen bezahlen zusammen mit dem Eigenverbrauch die Anlage ab. In der

Salz-Wasser-Batterien kann man essen???

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Schon vor Jahren bin ich auf Youtube auf Salzwasserbatterien - nicht zu verwechseln mit Salzbatterien wie von aquionenergy.com gestossen: https://www.youtube.com/watch?v=5dAc2iLOjwI Leider ist der Hersteller zwischenzeitlich in Konkurs gewesen und von China übernommen worden. (Ich sage China statt Chinesen, da es dort keine Eigentumsgarantie gibt. Wer dem Regime nicht gefällt verschwindet und die Firma wird verstaatlicht, womit deren Technologie China "gehört"...) BlueSky Energy aus Österreich und Greenrock  Die Firma stellt inzwischen einen wohl (angeblich) verbesserten Salzwasser Akku her. Ich habe mit Kollegen die SalzwasserAkkus diskutiert. Unsere Überlegungen sind folgende, wobei die Interpretation  sachlicher Fakten   natürlich jedem selber überlassen bleibt. Rechnungen sind aber keine Meinung: - Die Lebensdauer ist fraglich. In Wikipedia steht es sei kritisch. Ca. um die 3000 Zyklen. - Der Preis der Komplettsysteme ist sehr viel höher, bei Greenrock fast das Doppelte

Fernsteuerung / Fernabschaltung von Energieerzeugungsanlagen durch Elektrizitätswerke

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Wikipedia: Rundsteuertechnik:   "Die   Rundsteuertechnik   (engl.   ripple control ) ist eine   Fernsteuerung   über das vorhandene   Stromversorgungsnetz . Dabei werden die Steuersignale über das Stromnetz ausschließlich von zentralen Rundsteuersendern an dezentrale Rundsteuerempfänger übermittelt. Meist erhalten  Stromverbraucher  durch  Energieversorgungsunternehmen  (EVU) Informationen, etwa zur Umschaltung auf  Niedertarifstrom . Weiterhin dienen die Daten dem  Einspeisemanagement  im Zuge der gesetzlichen Pflicht der dezentralen Stromerzeuger, sich am Netzmanagement zu beteiligen. Sowohl Funkrundsteuertechnik als auch Tonfrequenz-Rundsteuertechnik bietet Netzbetreibern eine Möglichkeit, EEG-Anlagen stufenweise (z. B. 100 %, 60 %, 30 % und 0 %) zu steuern und eine mögliche Netzüberlastung schon im Vorfeld zu vermeiden." Tonfrequenz-Rundsteueranlage (TRA) bzw. Rundsteuerempfänger ( RSE) Über 4 potentialfreien Kontakte der Wechselrichter für diesen Zweck - in D seid 2015 v

Erdung bei Inselwechselrichtern und mehr!

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Problem ist die Funktion der RCD / FI / Fehlerstromschutzschalter / Personenschutzschalter und damit die Sicherheit! Ein  FI ( RCD  residual current device) misst Fehlerströme gegen Erde und schaltet den Stromkreis ab, bevor man Zeit hat zu sterben. Nun sind viele - vor allem kleine und einfache - Inselwechselrichter weder geerdet (siehe Schutzerdung ), noch haben sie einen Schutzleiter (meist grün-gelb). Logischer weise sind die beiden stromführenden Kabel isoliert und damit auch gegen Erde isoliert. Es kann kein Strom fliessen wenn man eines der Kabel berührt, was bei einem Fehler sicher ist, aber nicht bei 2 Fehlern (Doppelfehler), wenn durch den ersten Fehler Kontakt gegen Erde besteht und der Stromkreis über unser Herz geschlossen werden kann... Andere Wechselrichter (wie z. B. die Multiplusgeräte von Victron) haben ein automatisches oder einstellbares Erdungsrelais. Bei Netzanschluss ist die Inselseite über die Erdung im Netzanaschluss geerdet (und über die Erdung am Gerät). Ohn