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Lithiumgwinnung und Recycling

Preis und RecyclingZur Zeit (2019) kostet Gewinnung von Lithium durch Recycling 5 mal mehr als der Wert des Materials: 20$/kg mal 5 = 100$. 
Da in einem Akku 2% Lithium verbaut ist, sieht die Rechnung so aus:

1kWh (ca. 5kg) Lithiumakku kostet momentan im Grosshandel max. 300$. Gehen wir mal davon aus, dass der Materialpreis 50% beträgt, also 150$. Wenn Lithium 20$/kg kostet und mit 2% im Akku enthalten ist, dann sind in 1kWh Akku Li für ca. 5kg*2%*20$=2$ verbaut. 

Die Wiederverwertung würde grosstechnisch mit Sicherheit bald günstiger. Aber gehen wir mal vom aktuellen Preis von 2$ Lithium pro kWh mal 5 aus: 
10$ kostet das Recycling des in 1kWh Akku enthaltenen Lithiums. Bei einem Verkaufspreis des Akkus von 500-1000$ wohl nicht der bestimmende Faktor, wenn man Kreislaufwirtschaft statt Ausbeutung verwirklichen möchte.

Fazit wie vermutet: Kein Problem. Wenn man nur will. 
(Die Berechnung ist natürlich nur relativ grob, sollte aber zur Abschätzung über was man konkret redet ausreichen.)

https…

Plug&Play-Photovoltaikanlagen

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Geänderte Kopie aus: http://www.solarblitz.ch/Plug&Play-Anlagen.html
Vorweg: Die Bezeichnung für steckerfertige bewilligungsfreie Photovoltaikanlagen ist nicht einheitlich:
Piraten-Anlagen, auch Guerilla-Photovoltaik genannt, da in Deutschland lange ohne Anmeldung nicht ganz legal (die Regeln sind 2018/19 angepasst worden), oder auch Balkon-Anlagen, Plug und Play Solaranlagen oder einfach kleine Photovoltaikanlagen. 
Seid Neuerem auch Mini-Photovoltaik genannt, was eher Quatsch ist, denn es werden in der Regel normale Standardmodule verwendet...

Plug&Play Solaranlagen bestehen aus einem oder mehreren Solarmodulen mit zumeist je einem Modulwechselrichter (Microinverter oder Modulwechselrichter) oder einem abgeregelten Wechselrichter  und einem Kabel mit Stecker. Sie sind die einfachste Methode, selber Solarstrom zu produzieren und auch zu verbrauchen.

Diese Systeme dürfen sie in den deutschsprachigen Ländern bis 600W legal, ohne weitere Installationen und ohne teuren Elektriker einf…

Welche Solaranlage lohnt sich (für mich)?

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Solche oder ähnliche Fragen werden oft gestellt.

Um das zu beantworten muss man zuerst einmal wissen auf was sich das "Lohnen" bezieht. Das ist nämlich keineswegs klar!

- Rein finanziell, also die Wirtschaftlichkeit?
- Deckung eines relevanten Teils meines Stromverbrauchs?
- Für die Umwelt?
- Für eine höhere Unabhängigkeit?
- Ein möglichst hoher Eigenverbrauch?
- Spass?
- Um das Elektrizitätswerk zu ärgern?
Und so weiter ...

Meist - aber längst nicht immer - sind die Punkte 1-3 gemeint, oder eine Mischung.
Kurz beantwortet:- Für die Umwelt lohnen Solaranlagen immer. Jedes Modul verdrängt Dreckstrom aus fossilen Energieträgern und verhindert damit auch Krieg ums Öl.

- Grössere Anlagen mit Subvention ab 2000W / 2kWp sind bei Eigenmontage oft in deutlich unter 10 Jahren amortisiert. Komplett mit Montage je nach Aufwand in 10-20 Jahren.

- Steckerfertige Photovoltaikanlagen amortisieren sich in 5-10 Jahren.

- Je höher der Stromverbrauch und desto gleichmässiger, desto eher amortisieren sich gr…

Dronenangriff auf Raffinerie und PV

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Ein Drohnenangriff auf 2 Raffinerien in Saudi-Arabien und 5% des Öls der Welt fehlen....
Was wird in den Medien diskutiert? 

Ob Krieg, ob Abwehr etc. möglich oder nötig ist.


Wie wäre es darüber nach zu denken wie man auf das Öl überhaupt und aus solchen Regionen erst recht verzichten könnte?
Es kann doch nicht wahr sein, dass die Frage ob es den nächsten Krieg ums Öl gibt, davon abhängt ob Trump Angst hat die nächsten Wahlen zu verlieren oder nicht...

In Europa brauchen wir pro Kopf und Jahr knapp 40'000kWh Energie.

In der Schweiz entfallen davon 37.7% auf den Verkehr und 26.5% auf die Haushalte.
Zusammen 64.2%



Davon in den Haushalten wiederum 82% für Wärme. Man kann also sagen min. 50% der Energie die man in CH pro Kopf verbraucht ist aus Öl und Gas.
50% von 40'000kWh sind 20'000kWh.

20'000kWh aber können wir einfach decken. Die eine Hälfte sparen wir durch Abschaffung der Spritfressenden "Stadt-Geländewagen" (so ein Unsinn dieser Name), Umstieg auf E-Autos und durch …

Test: Verschattung und Bypassdioden

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Zumindest Schatten durch Alufolie wirkt. Beginn: Oben ohne 😆

Jedes Drittel eines Moduls kann durch Bypassdioden abgeschaltet werden, ...
... wenn ... der Schatten stark genug ist.

Bild 2 - 1/4:
Hier ist erst einmal 1/3 eines Moduls betroffen. Also 1/6 von 2 Modulen. Das sind ca. 16%, die fehlen, WENN die Bypassdiode dieses Sechstel der beiden Module abschaltet.

Das (Mess-) Problem bei 1/4 Abdeckung: Würde die Diode nicht schalten, fehlt bei Verschattung von 1/4 einer Zelle nicht exakt 1/4 der Leistung, denn A regelt Wechselrichter den MPPT nach und B ist die Abdeckung nicht so genau 1/4...

Bild 3 - 1/2:
Bei Verschattung von 1/2 Zelle (oder mehr) sollte wenn die Diode dieses 1/3 des Moduls abschaltet der Ertrag gleich bleiben. Also -16% es sind aber -40%.
-40% sind aber in der Nähe von -50% bei einer Verschattung 1/2 Zelle wenn die Diode NICHT aktiv ist...
Bild 4+5+6 - 1/2/12 Zellen verschattet:

Bei Verschattung von 1-12 Zelle (oder mehr) sollte wenn die Diode dieses 1/3 des Moduls abschaltet …

Überschuss von Kleinanlagen speichern oder begrenzen

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Zurecht taucht immer wieder die Frage bzw. Idee auf, den Überschuss bei Kleinanlagen ohne Vergütung zu speichern und oder die Idee, mehr zu erzeugen aber die Einspeisung auf 600W zu begrenzen (dynamische Einspeisebegrenzung / Abregelung).

Abgesehen von der in anderen Posts behandelten allgemeinen Problematik der Speicher / Akkus / Batterien dazu hier ein paar Infos.


Häufiges MissverständnisDie 600W Grenze ist als Leitungsschutz NACH dem Sicherungskasten (Unterverteiler) gedacht. Sie ist nicht als Limit für die maximale Einspeisung NACH Eigenverbrauch gedacht. Obwohl es natürlich de Facto fast auf das Gleiche hinaus läuft. In Deutschland wird in der Norm nur oder zumindest auch auf die maximal mögliche Belastung in der Leitung Bezug genommen. Deshalb sind dort Redy2Plugin-Anlagen grösserer Leistung auch über uns erhältlich.

In CH ist es - wenn man sich an den Wortlaut der Vorschriften hält - deshalb nicht erlaubt 
mehr als 600W zu erzeugen und die maximale Leitungsbelastung technisch ein z…

All in one: Einspeisung, Eigenverbrauch, Notstrom, Akku ....

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Immer mehr Menschen wollen die verschiedenen Möglichkeiten den selber produzierten Solarstrom zu verwenden kombinieren:
- Eigenverbrauch
- Speichern
- Einspeisung
- Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG)
- Notstrom (verschieden langer Unterbruch, meist reduzierte Leistung)
- Inselbetrieb / Ersatzstrom
- USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung vor allem für EDV wichtig)

Kombinationen erfordern ausgeklügelte Regeltechnik, Messtechnik, Einhaltung verschiedener Normen und die Berücksichtigung der verschiedenen Bedürfnisse.

Das alles ist mit einer Kombination verschiedener Geräte kaum machbar, meist sogar unmöglich und immer teuer. Teuer bedeutet hier 5-stellig.



Ganz kurz:Günstig unter 5000€/CHF kann man einen kleinen Speicher mit Eigenverbrauchserhöhung um 20-40% erhalten. Notstrom / Ersatzstrom auf einer Phase ist möglich.
Bei Neuanlagen oder einem neuen Wechselrichter kostet das ähnlich viel zusätzlich.
Die Auswahl ist allerdings eingeschränkt und PV-Nutzung ohne Netz meist nicht möglich.

PV-Nutzung …

Wann und wie ist Ost/West Montage möglich?

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Folgende Faktoren sind zu berücksichtigen:

1 Anlagengrösse
2 Die Verbrauchskurve
3 Reihen oder Parallelschaltung der Module?
3a V: Die min./max. zulässige Spannung des Wechselrichters
3b A: Der max. Strom des Wechselrichters
6 Einsatz von Moduloptimisern
7 Abregelung auf 600W




1 AnlagengrösseWer einen im Verhältnis zur Anlage geringen Verbrauch hat, der wird durch eine andere Ausrichtung nicht viel gewinnen, da durch die grosse Anlage fast immer mehr erzeugt wird, als verbraucht.
1 Die VerbrauchskurveErzeugung und Verbrauch müssen wenn möglich aufeinander abgestimmt werden.
Typisch: Mittags produziert die Anlage am meisten und es ist keiner daheim.
Deshalb ist es meist, aber längst nicht immer, sinnvoll morgens und abends mehr zu erzeugen und am Mittag weniger.


3 Reihen oder Parallelschaltung der Module?Nicht immer kann man frei zwischen Reihen- und Parallelschaltung der Module wählen.
Reihenschaltung ist bei unterschiedlicher Ausrichtung nur durch den Einsatz von Optimisern oder Modulwechselric…

Zulässigkeit von Balkonkraftwerken (Plug&Play) in Deutschland (EU?)

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​Vorweg: Es wird in den Anwendungsrichtlinien der VDE von "Steckerfertigen Erzeugungsanlagen" gesprochen, nicht von Plug&Play-PV-Anlagen, Balkonkraftwerken, Mini-PV-Anlagen etc... Gemeint ist aber das Selbe.
Inzwischen steht in der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105:2018-11 Wird eine steckerfertige Erzeugungsanlage mit einer maximalen Leistung von SAmax ≤ 600 VA je Anschlussnutzeranlage über eine vorhandene spezielle Energiesteckdose (z. B. nach VDE V 0628-1) angeschlossen, ist das Formular „Anmeldung einer steckerfertigen Erzeugungsanlage bis 600 VA“ anzuwenden​.
Die Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105 trat am am 27.04.2019 in Kraft. Sie erlaubt Verbrauchern, steckbare PV-Anlagen bis 600W (AC) selbst beim Netzbetreiber an zu melden, statt wie bisher über einen Elektroinstallateur.
Also sind solche Anlagen in Deutschland nun legal und keine Guerilla-Photovoltaik mehr. Allerdings bedeutet die VDE-Anwendungsregel mit dem Zwang zu einer speziellen Energiesteckdose (mit Angabe der…